Bett auf Rollen

Das Bett wurde im Zuge der Renovierung des Wohnzimmers neu gebaut und hat ein Bett, das aus aufeinander gestapelten Paletten bestand, ersetzt. Es wurden Schubladen als Stauraum gebaut. Die Fläche des Bettes beträgt 240 x 120 cm, es ist inklusive Matratze etwa 60 cm hoch.

Materialliste

  • Fichtenpfosten 10 x 10 cm
  • Fichtenstaffeln
  • Fichtenbretter (für die Verblendung, den Schubladenbau und die Schubladenfronten)
  • Schwerlastrollen zum Aufschrauben, 360 ° schwenkbar mit Feststellbremse, Räder geeignet für empfindlichen Boden
  • Hartfaserplatten (für die Böden der Schubladen)
  • Winkel
  • Eckschienen aus Kunststoff
  • Schubladenschienen, 70 cm, auf Kugellager, selbsteinziehend
  • Diverse Schrauben

Bauanleitung

Das Bett wurde skizziert: Fix waren dabei die Maße der Rollen, des Lattenrostes und der quer liegenden Pfosten. Auch die Höhe der Matratze stand fest, sie war bereits vorhanden. Variabel war also die Höhe, die für Schubladen zur Verfügung. Grundsätzlich ist für diese Bauweise auch Länge und Breite variabel, hier habe ich mit 240 cm x 120 cm gearbeitet (als Auflage für die Matratze). Zuerst wurden alle benötigten Pfosten und Staffeln in der passenden Länge zugeschnitten und rundherum fein abgeschliffen.

Bettkorpus und Rollen

Der erste Arbeitschritt ist, jeweils 5 Pfosten 10 x 10 cm in passendem Abstand auf die 240 cm langen Querpfosten zu verschrauben. Achtung: Beim mittleren und hinteren Brett werden die senkrechten Pfosten mittig auf dem Brett verschraubt. Beim vorderen Querpfosten werden die senkrechten Pfosten genau um die Breite der der Schubladenfronten zurückversetzt, damit die Schubladenfronten später sauber mit dem gesamten Bett abschließen. Die senkrechten Pfosten werden direkt mit starken Schrauben mit dem Querpfosten verschraubt, dabei ist nicht entscheidend, ob die Schraube exakt mittig sitzt. Und nochmal Achtung: Hier muss exakt auf den Millimeter gearbeitet werden! Am besten, man legt zu Beginn die drei Querpfosten nebeneinander auf den Boden und zeichnet quer über die drei Pfosten an, wo genau die senkrechten Pfosten sein sollen. Wenn man sich hier grob um 3,4 mm vertut, hat man bei den Schubladen Probleme.

Sind die senkrechten, kurzen Pfosten mit dem unteren Querpfosten verschraubt, legt man den oberen Querpfosten darüber und verschraubt wieder von oben. Hier wieder darauf achten, dass der mittlere und hintere Querpfosten mittig zu den den senkrechten Pfosten liegen, der vordere Querpfosten jedoch wieder um die Breite der Schubladentüren nach innen versetzt werden muss.

Nun wurden die drei hergestellten Betteile parallel aufgestellt und unten (siehe Skizze!) mit Querstaffeln verbunden. Diese Staffeln sind genau so lang wie die Staffeln die den Lattenrost bilden, die das Bett auf der oberen Seite fest verbinden. Achtung: die unteren Staffeln werden um einige cm so nach hinten verschoben, dass sie auf der Rückseite des Bettes „vorstehen“, sie dienen in einem späteren Arbeitsschritt dazu, dort die Staffeln für die erhöhte Bettumrandung abzustellen. Also: Zuerst Bett unten verbinden, danach oben den Lattenrost aufschrauben.

Das Bett nun aufstellen, so dass es auf der vorderen Front steht und die Lenkrollen montieren, dabei exakt darauf achten, dass die Rolle MIT Bremse komplett nach innen versetzt ist, man soll ja später nicht über ein Rad stolpern, weil es nach außen absteht. Das Bett nach der Montage wieder auf den Boden stellen.

Schubladenbau und Montage

Nun werden die Laufschienen für die Schubladen montiert. Bei mir waren die Laufschienen 70 cm lang, die Schubladen selbst sind auch in etwa 70 cm tief. Man benötigt, um die Laufschienen sauber zu verschrauben, einen festen Untergrund, also werden zuerst Staffeln in 70 cm Länge geschnitten, die links und rechts für die Schubladen montiert werden. Die Staffeln kann man direkt auf die Staffel aufsetzen, die darunter als Querverbindung des Bettes dienst, so kann nichts schiefgehen und die Staffeln sind 100% gerade. Danach montiert man jeweils linken und rechten Auszug auf der eben angebrachten Staffel.

Für den Bau der Schubladen misst man nun den Abstand zwischen den beiden montierten Auszügen, das ist die künftige Breite der Schublade. Man schneidet zu: Schubladenböden in der benötigten Breite und Länge, seitliche Schubladenteile und hintere Schubladenteile in der passenden Höhe.  Zuerst wird der hintere Schubladenteil an die Seitenteile verschraubt (oder die seitlichen Teile an den hinteren Teil, je nachdem, wie man zugeschnitten hat, beides ist möglich). Danach wird der Boden an den drei Seiten aufgeschraubt oder genagelt, ich schraube lieber. In meinem Fall habe ich die Hartfaserplatte vorgebohrt, um sie leichter befestigen zu können. Nun wird die Schublade testweise in die Führung der Auszüge ganz geschoben: Das muss relativ leicht vonstatten gehen, hier soll nichts klemmen. Klemmt etwas, gilt: Schublade nochmal auseinander nehmen und entsprechend nacharbeiten.

Wenn die Schubladen passen, jetzt den Teil des Auszugs, der an die Schublade gehört, entkoppeln und an die Schublade verschrauben. Danach die Schublade (noch ohne Front!) vorsichtig wieder einhaken und einrasten lassen. Dieser Teil ist nicht ganz einfach und trotz wirklich zarter Hand, haben mich die Schubladen insgesamt ein Paar Führungsschienen gekostet, die ich zerstört habe. Gott sei Dank hatte ich zwei Paar mehr geordert, da ich ursprünglich mittig je zwei Schubladen machen sollte. Erst jetzt wird die Front befestigt. Hier arbeitet man von oben durch den Lattenrost, ich habe hier zum besseren Arbeiten wieder einige Latten abgeschraubt, um hier besser durchgreifen zu können. Wichtig: Die linke und die recht Türfront sind breiter, da sie bis zum Abschluss des Bettes reichen. Die Schublade wird so zugeschnitten und befestigt, dass sie genau in die Höhe des unteren und oberen Querpfostens passt. Zuletzt in jede Front mittig ein Loch bohren und einen Möbelknopf einsetzen. Die Möbelknöpfe der äußeren Schubladen sind natürlich nur im Sichtbereich mittig, von innen sind sie versetzt.

Verblendung, Rückenlehne und Ablage

Im nächsten Schritt habe ich das Fußende des Bettes mit Fichtenbrettern verblendet, dabei habe ich die Bretter etwas über den Lattenrost hochgezogen, so dass später die Matratze nicht mehr rutschen konnte. Auf der hinteren Bettseite und am Kopfende des Bettes wollte ich eine Erhöhung bauen. Am Kopfende sollte eine Vorrichtung zum Aufbewahren von Büchern andere Kleinigkeiten Platz finden, die hintere Seite dient dazu, die Wand vor Abrieb zu schützen, wenn man sich dagegen lehnt, da die Wände gekalkt sind. Hier beschreibe ich nicht detailliert, da die Bilder eigentlich selbsterklärend sind. Wichtig ist hier nur, dass man den oberen Handlauf korrekt anbringt, da er der hochgezogenen Rückwand Stabilität gibt. Das Bett wird noch oberflächenbehandelt, ich habe noch nicht entschieden, ob es geölt oder lackiert wird, dafür war in diesem Jahr keine Zeit mehr.

 

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