Parkettboden

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Im Schlafzimmer gab es bei meinem Einzug einen halben Parkettboden. Die andere Hälfte hatte der vorherige Hausbesitzer herausgerissen und verheizt. Sehr schade, denn es war echter, alter Stabparkett. Aber mit dem, was noch da war, war nicht anzufangen, also musste auch der Rest raus. Ein neuer Parkettboden sollte rein. Nachdem ich mich preistechnisch nach anderen Handwerkern erkundigt hatte, viel einmal mehr die Entscheidung zum: Selber machen! Wieder nach dem Motto: „Das kann doch nicht so schwer sein!“

Die Einkaufsliste

Das Holz für den Parkett habe ich übers Internet gekauft. Ich habe für 24 m² rund 120 Euro bezahlt, das war wirklich eine Okkasion. Der Parkett war dunkel und ca. 7 mm stark. Dazu habe ich Dämmwolle, Folie als Feuchtigkeitssperre, Kork auf Rolle, Parkettsiegellack, kleinste Bohrer und Schrauben für die Befestigung des Holzes an der Unterkonstruktion, große Schrauben und Dübel für die Befestigung der Holzkonstruktion im Estrich, Holzleim sowie Baustaffeln. Teilweise habe ich hier die vorher aus dem Küchenboden herausgerissenen Staffeln wiederverwenden können.

Die Unterkonstruktion

Als Unterbau für den Parkettboden habe ich zuerst eine Folie als Dampfsperre aufgelegt. Auf die Folie habe ich dann die Baustaffeln in 30 cm Abstand gelegt. Diese Baustaffeln wurde durchgebohrt und ich habe mit passenden Schrauben und Dübeln die Baustaffeln am Boden fest verankert. Auf die Baustaffeln habe ich Korkfolie getackert, die ich vorher in Streifen passend zugeschnitten habe. Ein wenig erschwerend war, dass die Schränke während des Bodenlegens im Zimmer bleiben mussten. Die Holzwolle als Dämmung wurden einfach hineingelegt.

Das Parkett

Das Schlafzimmer ist nicht rechtwinkelig, alle vier Wände stehen irgendwie schräg zueinander. Also habe ich mir einfach die Seite näher am Fenster ausgesucht, um mit dem Legen des Parkettboden zu beginnen. Gleich zu Beginn erwies sich die Befestigung des Parkettholzes als schwierig: Dadurch, dass das Holz sehr dünn, aber maximal spröde war, war es nicht möglich, einfach schräg durch das Holz in die Staffeln zu schrauben. Jede einzelne Schraube (es gab deren mehr als 600) musste daher vorgebohrt werden. Ich habe darauf geachtet, neues Holz entweder so abzuschneiden, dass der Übergang direkt auf einer Staffel war oder aber maximal 2 – 3 Zentimeter daneben. Die Übergänge in der Länge habe ich mit Holzleim verstärkt, der ist beim Auftragen weiss, wird aber später durchsichtigt. Überschüssigen Leim muss man sofort entfernen.

Die Versiegelung

Parkettsiegel habe ich insgesamt zweimal aufgetragen. Nach den beiden ersten Malen habe ich vorsichtig von Hand mit sehr feinem Schleifpapier einen Zwischenschliff gemacht. Wichtig ist bei Parkettsiegel, dass er gut durchtrocknen kann. Teppiche habe ich daher erst nach drei Wochen aufgelegt.

Plus-Minus

Würde ich noch einmal einen Parkettboden machen, ich würde mir dickeres Parkettholz (1,2 Zentimeter) zu besorgen. Das ist natürlich eine Geldfrage, aber so dünnes Parkettholz würde ich nicht mehr verarbeiten wollen. Mit dickerem Holz ist die Verarbeitung sicher um ein Vielfaches leichter und man kann später den Boden auch mehrfach abschleifen. Den Parkettsiegel würde ich dreifach auftragen. Nach drei Jahren zeigt sich, dass der Siegel an der viel beanspruchten Stelle direkt am Eingang doch schon gelitten hat und hier nachgearbeitet werden muss.

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