Naturpool

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Seit ich meinen Garten habe, habe ich von einem runden Naturpool geträumt. Inspiriert hat mich dazu ein Wasserbecken in einem Naturpark in Andalusien, das einfach ein Traum war: Gelegen mitten im Naturpark, nur über einen Fußweg von 20 Minuten erreichbar, umgeben von wilden Rosmarin-, Salbei- und Oreganosträuchern, die einen betörenden Duft verströmt haben. Den Naturpool habe ich in einer Bauzeit von drei Jahren gebaut. Dabei war wirklich alles Handarbeit inklusive des Aushebens der Grube für den Pool. Muskelkraft ist preiswerter als Minibagger. Den Pool habe ich komplett allein gebaut: Selbst ist die Frau.

Die Einkaufsliste

In den Pool ist einiges an Material geflossen: Bau- und Schalungsholz, runde Steher (die ich für kleines Geld bei einem Bauern in der Nähe ggeholt habe), Schlossschrauben, jede Menge anderer Schrauben, Teichvlies und Teichfolie, Eisen-Baugitter, Hasengitter auf Rolle, rund 1,8 Tonnen Zement, einige Säcke Kalk, rund 11 Tonnen Schotter, Tram, Eichenbalken (die habe ich vom Bauhof der Gemeinde bekommen, als die alten Parkbänke erneuert wurde), Locheisen, rund 1 Tonne feiner Spielsand, weitere Metallgitter, eine große Menge Ziegel, Bauschutt und gelöcherte Bauziegel, Kokosmatte, eine große Anzahl an Natursteinen (die waren teilweise vom Innenausbau des Hauses übriggeblieben, ein weiterer Teil ist beim Ausheben der Baugrube angefallen).

Der Plan

Im Jahr 2012 habe ich den Platz, an dem heute der Naturpool steht, noch für mein Brauchtumsfeuer genutzt. Der Hand war dort in zwei Richtungen schräg: Nord-Süd und West-Ost. Der Platz ist durch die vielen Bäume und Büsche fast nicht einsehbar und im Geiste hat sich da dann plötzlich der Pool aufgetan. Ich hatte

Baujahr 2013

Baugrube

Der erste Spatenstich ist im Juli 2013 erfolgt. Um ungefähr zu sehen, wie groß der Pool einmal werden sollte, habe ich Steine im Kreis gelegt. Gleich den ersten Aushub habe ich dazu benutzt, dort aufzuschütten, wo das Gelände „zu wenig“ war.

Abstützen der Baugrube

Im August habe ich dann zwei Ausfahrten zur Baugrube angelegt, auf jeder Seite habe ich Aushubmaterial hinausgeschaft. Ich habe zum Hinauskarren das Erdreich selbst genutzt, es teilweise sogar aufgeschüttet und dazwischen tiefer gegraben. Schnell wurde es nötig, das Erdreich abzustützen, das ich rund um den künftigen Pool aufgeschüttet habe. Das habe ich mit Hilfe von Pflöcken und einfachen Brettern gemacht. Nur die oberste Schicht von rund 40 – 50 cm hat sich mit dem Spaten gut aufgraben lassen. Alles, was tiefer lag, musste erst mit dem Krampen aufgehackt werden. Das Erdereich war sehr steinig-felsig: Schlecht zum Abgraben, aber super, wenns ums Anschütten geht, weil das in Verbindung mit Lehm einfach bombenfest hält.

Erste Wasserlinienmessung

Im September konnte ich nur noch eine Ausfahrt aus der Baugrube nutzen, da ich am anderen Ende weiter den Aushub mit einem Verbau verstärkt habe. Die eine Auffahrt habe ich fast bis zum Ende des Grabens nutzen können. Ich habe immer mit zwei Scheibtruhen gearbeitet: In eine kam die abgetragene Erde, in die andere der grobe Schotter. Ich habe Unmengen an Steinen ausgegraben, kleine, aber auch richtig Große. Gegen Ende des Monats habe ich provisorisch mit Bauabsperrband eine mögliche künftige Höhe des Pools abgesteckt, damit ich abschätzen konnte, wie hoch Material aufgeschüttet werden musste. Um zu sehen, wie hoch rundherum der künftige Pool werden sollte, habe ich dann in der Mitte einen Pflock eingeschlagen und ziemlich umständlich mit Seilen, die ich gespannt habe und mittels Wasserwaage eine erste Wasserlinie rundherum angezeichnet. Zwei Jahre später hatte ich dann eine Laserwaage, mit der geht das deutlich einfacher.

Im Oktober ist nicht mehr viel passiert, es war zu kalt zum Arbeiten. Schön langsam wurde mir klar, dass ich wohl im nächsten Frühjahr noch nicht im Pool baden würde.

Einbruch der Baugrube

Im Dezember, nachdem es den ganzen Herbst geregnet hatte, ist der künftige Pool entlang der provisorischen Abstützen eingebrochen. So gut es ging, habe ich notdürftig die noch stehenden Stützwände mit Querstreben abgestützt und habe dann aufs nächste Frühjahr gewartet.

Baujahr 2014

Neubau der Abstützung

Im März war die erste Arbeit, den Schaden aus dem Einbruch zu beseitigen. Material wegschaffen, Abstützmauer neu und besser errichten. Dazu habe ich Rundholz verwendet, das ich so tief es nur möglich war, in den Boden hineingegraben habe (ca. 60 cm). Dazu habe ich mit Baustaffeln dann im Halbkreis alle Pfosten mit Hilfe von Schlossschrauben miteinander verbunden, so dass der feste Halbkreis nicht mehr in sich zusammensacken konnte. Weiter Material aus der Grube abgebaut.

Baugrube voll Wasser

Im April hat es praktisch vier Wochen durchgeschüttet. Die Baugrube ist mit Wasser vollgelaufen und ein Teil der neu aufgeschütteten Abstützen ist erneut eingebrochen und musste daher wieder saniert werden. War aber zum Glück nicht mehr so schlimm und schnell erledigt. Provisorisch habe ich dann dort, wo künftig die Treppe sein sollte, zwei dicke Tram hineingelegt – als Stütze für meine Phantasie. Zusätzlich habe ich begonnen, eine Treppe in den unteren Teil des Gartens zu bauen. Da die Erdauffahrt nicht mehr nutzbar war, weil auch auf dieser Seite aufgeschüttet wurde, habe ich für den Rest der Bauzeit ein lange, sehr dickes Eichenbrett benutzt, um Material zu verräumen. Ohne dieses Eichenbrett hätte ich die Baugrube nicht leerbekommen, es hält mich samt voller Scheibtruhe locker aus. Weiter Material aus der Grube abgebaut.

Abstützen der Baugrube

Im Mai hat es weitergeregnet, das Wasser in der Baugrube wurde noch mehr und ich habe die Stützwände sukzessive alle 30 cm im Schlamm abgestützt. Nochmal ist ein Teil des Materials gesackt und musste ergänzt werden. Im Nachhinein bin ich über die lange Bauzeit froh, weil das Material drei Jahre Zeit hatte, sich zu setzen. Im Juni habe ich noch weiter Material aus der Grube abgebaut. Dabei habe ich begonnen, die Umgebung aktiv zu gestalten, indem ich mit Tram eine weitere kleine Stützmauer gebaut habe, die ich mit genügend Pflöcken abgestützt habe. Entgegen meinem ursprünglichen Plan, den Pool ganz rund zu bauen, habe ich mich dann für eine kleine Flachwasserzone entschieden, die später als Aus- und Einstieg für die Hunde dienen sollte.

Im Sommer 2014 hat es viel geregnet. Wann immer es sich machen liess, habe ich zwischendurch einige Stunden genutzt, um weiter Material aus dem Pool zu schaffen. Im Dezember war Ende für dieses Jahr.

Baujahr 2015

Große Steine für Poolumrandung

Im Februar habe ich die Arbeit wieder aufgenommen. Ich war mir sicher: Ich will spätestens Ende Mai im Pool baden. In der Baugrube hatte ich bereits mit einer Stufe begonnen, dort sollten später Wasserpflanzen hinkommen. Ich habe alle verfügbaren, im Garten verstreut liegenden großen Steine zum Pool geschleppt, um sie für den künftigen Poolrand griffbereit zu haben. Ich wollte auch einen ungefähren Überblick über das vorhandene Material haben. Die Baugrube war im Großen und Ganzen ausgehoben, sieht man von diversen Nacharbeiten ab, die nochmal mindestens 45 Scheibtruhen voll Material liefern sollten.

Vorbereitung für Betonierarbeiten

Im März ist viel passiert. Erstens fiel die Entscheidung, die Hälfte des Poolbodens zu betonieren. Bis dahin hatte ich überlegt, „dass das schon irgendwie auch so halten würde“, habe mich aber, nachdem ich das Gewicht und den Druck des Wasser berechnet habe, zum Bau eines Fundaments und einer Stützmauer entschlossen. Dazu wollte ich die Hälfte des Pools mit einer Stützmauer versehen und  zwar jenen Teil, an dem Material aufgeschüttet worden war. Ich wollte nicht riskieren, dass die rund 75.000 Liter Wasser, die später im Pool sein würden, mir die aufgeschütteten Teile nach außen gedrückt hätten. Also wurde hier Material berechnet und herangeschafft: Schotter, Zement, Ziegel als Füllmaterial, Eisenstangen zur Verstärkung der Betonwand, Eisengitter. Dazu habe ich aus der Umgebung wieder Ziegel geholt, die ich für die Gestaltung der Umgebung nutzen wollte.

Betonpfeiler im Boden

Eisengitter und Ziegel wurden an den Pool transportiert, die Mischmaschine wurde oben am Haus beim Wasseranschluss aufgestellt. Letzte Arbeiten an der Baugrube wurden gemacht. Nachdem ich über den Winter Schnittgut in den Pool geworfen hatte, haben wir das verheizt. Der erste Schritt für das Betonieren des Pools war das Graben von Gruben, in die ich jeweils vier starke Eisenstangen gesteckt habe. So sollten dann ein Teil der Betonpfeiler „unter“ dem Pool im Boden verankert werden. Die Eisengitter wurden in den Pool geschafft und mit der Flex in passende Stücke gesägt.

Ich habe begonnen, die Umgebung des Pools zu gestalten.

Betonieren des Fundaments

Im April wurde die Hälfte des Pools am Boden mit Eisengitter belegt. Darunter habe ich Ziegelstücke gelegt, die das Gitter auf Höhe gehalten haben, so dass es später mitten im Beton sein würde. Dann wurde der Boden betoniert, die vorher gefertigten Eisen, die im Boden eingelassen waren, wurden mit betoniert. Den Beton habe ich teilweise von oben in die Grube gekippt und dann unten glattgemacht, teilweise aber auch mit der Scheibtruhe direkt in die Grube geführt und dort geschüttet.

Schalung für Stützmauer

Auf den fertigen Beton kam dann die Schalung für die Betonstützmauer.

Exakte Wasserlinie

Nachdem die Schalung für die Mauer stand, haben wir zu zweit die exakte Wasserlinie mittels Laserwaage und Baumarkierungsspray angezeichnet. Auch wenn ich mir recht sicher war, dass ich richtig gemessen und gezeichnet habe: Obs stimmt, sieht man letztlich erst dann, wenn das Wasser einläuft und dann ist es auch zu spät für Korrekturen.

Betonieren der Stützmauer

Nachdem die Schalung fertig war, kamen weitere Eisengitter in die Schalung, die überlappten, dann wurde Beton eingegossen. Ein kleines Malheur ist passiert, als der Beton an einer Stelle unter der Schalung durchgerutscht ist, weil ich dort nicht genügend befestigt war. Dort ist dann mit einem Ruck der Beton weitergerutscht und es entstand ein kleines Loch, das später mit Bauschaum geschlossen wurde.

Eine neuralgische Stelle beim Betonieren war die Poolmauer direkt neben dem künftigen Einstieg. Dort habe ich aus Brettern eine spezielle Verschalung „über Luft“ gebaut und mit Hilfe von Eisenstreben dann auch „über Luft“ betoniert. Hat gut geklappt.

Steinmauer als Poolumrandung

Überall, wo es Schalung gab, wurde eine Poolmauer mit Steinen gemacht, die mit Beton ausgegossen wurde. Nach rund zwei – drei Wochen habe ich dann die Schalung wieder entfernt. Die Teile der Umrandung, auf der später schwere Steine den Rand befestigen sollten, wurden ebenfalls mit Eisengittern versehen und mit Beton gegossen, so dass auf diesen Art ein kompletter Eisenbetonring rund um den Pool entstanden ist. Auf diesen Betonring wurden dann Ziegel betoniert, dazwischen wurde ein Hasengitter (auf Rolle) fixiert. Das Hasengitter ist wichtig, weil auf der oberen Höhe des Pools sonst die Gefahr besteht, dass Wühlmäuse sich durch das Vlies und die Poolfolie fressen, um zum Wasser zu gelangen. Der künftige Einstieg wurde mit Steinen ausgelegt und ebenfalls betoniert.

Außengestaltungsarbeiten

Auch die Gestaltungsarbeiten rund um den Pool gingen zur gleichen Zeit voran.

Lieferung der Poolfolie

Anfang Mai wurde die Poolfolie, das Vlies und die Kokosmatte geliefert. Die Folie hatte ich vorher großzügig bemessen mit einem „Rand“ von einem guten Meter rundherum. Die Reste, die abfielen, habe ich später verwendet, um den Sandstrand um den Pool mit Folie auszukleiden, so dass kein Gras dort wachsen kann. Dem Folienlieferanten habe ich genau mitgeteilt (mittels Zeichnung), von welcher Seite ich die Folien in den Pool einlegen wollte, genau so wird dann nämlich die Folie für das Abwickeln vorbereitet. Die Folie wird auf Palette geliefert, gegen Bakschisch hat sie mir der Spediteur direkt an den Pool in die untere Hälfte des Gartens geführt. Als Vlies habe ich das stärkste verfügbare Vlies genommen, das es auf dem Markt gibt. Innen im Pool habe ich Holzbretter an den Beton bzw. an die Ziegel geschraubt. Die Holzbretter habe ich vorher mit Bootslack dreimal lackiert.

Zimmern der Einstiegstreppe

Dann wurde eine Einstiegstreppe gebaut aus vorhandenem Material: Tram und von Parkbänken übrig gebliebene Eichenbretter. Die Holztreppe wurden ebenfalls dreimal mit Bootslack gestrichen, sie ist so schwer, dass es mindestens zwei, besser drei Leute braucht, um sie dann auch zu heben. Gebaut habe ich die Treppe IM Pool um mir sicher zu sein, dass die Neigung und Treppenstufen passen.

Verlegen des Vlieses

Das Vlies zu verlegen, war nicht schwer. Ich habe Bahn für Bahn abgewickelt und in den Pool gelegt. Befestigt habe ich das Vlies mit Hilfe von Nägeln, die ich in die vorher aufgeschraubten Holzbretter geschlagen habe. Die Vliesbahnen habe ich mit Klebeband verbunden, um ein Auseinanderrutschen beim späteren Anbringen der Folie zu verhindern. Kaum war das Vlies drin, hat es gschüttet wie aus Kübeln und alles war patschnass. Das ist aber egal, man kann die Folie trotzdem aufs Vlies legen, auch wenn es nass ist.

Verlegen der Folie

Die Folie maß 144 m² und wog rund 280 Kilogramm. In jedem Teichhandbuch ist zu lesen, dass fürs Verlegen einer Folie dieser Größe mindestens zwei, besser aber drei Personen vorhanden sein müssen. Ich kann berichten: Es geht auch allein, sogar als Frau, aber man muss wirklich mit Köpfchen arbeiten und jeden erdenklichen Hebel einsetzen, wie immer, wenn die Kraft fehlt. Ich habe zunächst auf der Seite, wo die Folie über den Poolrand gewuppt werden sollte, Matratzen und Decken und Teppiche gelegt, auch über die Poolmauer, um eine Beschädigung der Folie zu verhindern. Dann habe ich die Folie zuerst längs ausgerollte, hernach in den Pool hinein und auf der anderen Seite wieder hochgezogen. Das Ganze hat ungefährt eine dreiviertel Stunde gedauert, bis es fertig war. Einfach wars nicht, aber es hat funktioniert.

Pool mit Wasser befüllen

Endlich, Anfang Juni hiess es dann: „Wasser marsch!“ Als Knackpunkt erwies sich die Holztreppe, denn ich hatte eine simple Tatsache nicht bedacht: Holz schwimmt. So schwer die Treppe an Land war, so leicht war sie dann im Wasser. Für die Füße der Treppe hatte ich wattiert Stützen gebaut, die aber mehrfach weggeschwommen sind, weil der Druck auf die Treppe fehlte. Ich habe also an den Seiten der Treppe schwere Steine angebracht. Und weil sich auch das noch als zu leicht erwies, habe ich eine Gabione mit Hilfe von Gurtbändern und die Treppe gehängt, die ich bis zum Rand mit Steinen gefüllt habe. Das hat dann letztlich gehalten. Erst nachdem der Pool vollständig voll war, habe ich die Folie passend abgeschnitten. Mit weiteren Brettern, die ebenfalls mit Bootslack behandelt waren, habe ich dann Folie und Vlies zusammengeklemmt und zusammengeschraubt. Dann wurde beide knapp über dem Brett abgeschnitten. Später soll hier noch eine verdeckende Verkleidung kommen: Nächster Jahr. Auch die Pool-Umgebung wurde weiter gestaltet und erste Pflanzen wurden eingesetzt. Eine kurze Schrecksekunde gab es, weil ich die Poolfolie während des Einlassens nicht genügend befestigt hatte. Ich stand im Pool und in Zeitlupe senke sich plötzlich im Halbkreis die Poolfolie ins Wasser. Da hiess es: Nerven bewahlten und schnell arbeiten, die Folie wieder herausziehen, bevor das Wasser zwischen Poolfolie und Vlies dringt: Denn dann hätte ich die Folie nicht mehr herausbekommen, sie wäre zu schwer gewesen.

Wasser wird grün

Im Juni und Juli war es sehr heiss, das frisch eingelassene Wasser war binnen 4 Tagen leuchtend grün.

Ich hatte lange erwogen, in den Pool eine Sandfilteranlage einzubauen und den Pool auch zu chloren. Das hätte klares durchsichtiges Wasser bedeutet, wie man es sich von einem Pool eigentlich erträumt. Was dagegen sprach, war: Eine Sandfilteranlage für einen Pool mit 75.000 Liter Wasser kostet eine Menge Geld. Zusätzlich muss die Pumpe mindestens (!) 12 – 14 Stunden am Tag laufen, damit das Wasser umgewälzt wird, das kostet zusätzlich eine Menge Strom. Dazu kam noch, dass das Wassergesetz bei uns geändert wurde, das nun seit Anfang 2015 vorschreibt, dass für Pools, die mehr als 10 m³ Wasser haben, eine eigene Steuer zu entrichten ist, weil es sich dabei genau genommen um „Abwasser“ handelt, weil diese Pools häufig über den Winter ausgelassen werden. Also habe ich mich für die biologische Variante entschieden: Wasserpflanzen und Natur. Mir war klar, dass es einige Jahre dauern würde, bis sich der Pool wirklich eingespielt hat.

Wasser wird glasklar

Dennoch war der Pool zum Ende des Sommers plötzlich glasklar. Leider hat es zwei Wochen später zu regnen begonnen, Blätter fielen in den Pool und haben ihn dunkel gefärbt, verursacht durch die Huminsäure in den Blättern. Man muss das abwarten. Keinesfalls tue ich mir die chemischen Keulen an, die anderen Teichbesitzer immer wieder verwenden, weil ihnen die Geduld fehlt, der Natur ihre Zeit zu lassen.

Tiere im Teich

Tiere waren sehr schnell im Teich: Frösche, Wasserkäfer (große und kleine), viele Libellen und jede Menge Wasserschnecken. Lediglich die Mücken waren ein Problem, die plötzlich ihre Larven zu Millionen im Juli in den Pool abgelegt haben. Hier habe ich dann mit Neudomück gearbeitet, innerhalb von 2 Tagen war der Spuk vorbei, aber das Abfischen der Larven hat Zeit gekostet. Nächstes Jahr bin ich gerüstet und lasse die Larven gar nicht erst schlüpfen. Neudomück ist für Tiere völlig unbedenklich, d.h. die Tiere können das Wasser weiter trinken, auch für Wassertiere ist es harmlos. Das Mittel besteht aus einem Bakterium, das sich auf Mückenlarven spezialisiert hat und nur diese befällt.

 

 

 

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