Gartentor (Holztor) ***NEU***

Gartentor Holztor

Das Einfahrtstor zum Grundstück aus Eisen war viele Jahre konserviert worden, bis schließlich der Rost irreparable Schäden verursacht hatte. Das Tor konnte man nur noch entsorgen. Nachdem ich mich zuerst auf dem Markt umgesehen hatte und einige Angebote für Hoftore eingeholte hatte, erwies sich ein Tor aus Krippgitter als finanziell unerreichbar. Also entschloss ich mich zum Eigenbau.

Einkaufsliste

Lärchenholz (3,8 cm stark, xx cm breit) für den Torrahmen. Lärchenbretter (3,00 Meter x 11,5 cm) für den Torbelag. Ladenband aus Stahl (Ausführung: Abmessungen (Länge A x Breite B): 1000 x 45 mm, Typ: verzinkt, Schraublöcher: 1 vierkant (Ø 9 mm), 5 rund (Ø 8 mm)), verstellbare Kloben aus Stahl (Ausführung: A: 16 mm, B: 50 mm, C: 120 mm, Materialstärke: 6 mm, Schraublöcher: 6 (Ø 6 mm)), Bodenschieber (Ausführung: Typ: verzinkt, mit Bodenrohr, A1: 400 mm, A2: 65 mm, A3: 150 mm, Schraublöcher: 2 (Ø 6 mm)), Mittelband (Bandrolle aus Material 45 x 6 mm für Dorn-Ø 16 mm, Band 300 x 40 x 5 mm). Siebhülsen, Gewindestangen, Injektionsmörtel. Passende lange Bohrer. Muttern und Hutmuttern. Passende Schrauben für den Torrahmen sowie für den Beschlag (Spax, rostfrei). Bosch Lochsäge 6,8 mm.

Torrahmen

Die Maße des Torrahmens ergaben sich aus der Breite der Einfahrt. Das ursprüngliche Tor hing genau zwischen den gemauerten Torstehern, das neue Tor sollte von innen verschraubt werden, um die volle Breite der Einfahrt nutzen zu können. Maß von Mauersteher zu Mauersteher: 327 cm. Maß eines Torflügels: 175 cm breit, 135 cm hoch. Der Torrahmen wurde bereits für den späteren Beschlag gebaut. Wichtig bei der Konstruktion: Die schrägen Stützbalken. Man macht sie, damit das Gartentor später nicht „hängt“ und der Rahmen stabil bleibt. Ich zitiere: „Tore brauchen Druck, nicht Zug.“ Ich verlinke hier die Seite „Holzwerken„, hier wird das gut erklärt. Ich habe zunächst die Bretter auf die benötigte Länge geschnitten und dann provisorisch auf dem Boden aufgelegt. Auch die Beschläge habe ich gleich testweise mit dazugelegt, man will ja sehen, wie das später aussieht. Zuerst wurde aber der Holzrahmen verschraubt, dabei braucht man nicht nur eine dritte Hand, sondern am besten einen zweiten, der ebenfalls zupackt. Das Verschrauben erwies sich als schwierig, weil die Schrauben sehr lang waren und man von der Seite her nur schlecht exakt gerade schrauben kann. Besonders knifflig waren die schrägen Verbindungen, dafür musste ich letzlich Schrauben kürzen.

Beschläge

Nachdem die beiden Rahmen für die Torflügel fertig waren, habe ich die Ladenbänder verschraubt. Für die Länge findet sich im Netz der Hinweis, dass die Ladenbänder etwa 2/3 der Länge eines Torflügels haben sollen. Ich habe auf einer Internetseite den Hinweis gefunden, die Beschläge leicht (!) schräg zu verschrauben, damit das Tor hinterher nicht hängt. Dieser Tipp erwies sich als genial, die Flügel waren hinterher exakt in der Waage.

Montage der Kloben

Die Kloben wurden direkt mit dem Mauerwerk verbunden. Dafür haben wir die beiden Flügel auf ein langes Brett gestellt, so dass sie exakt gleich hoch waren und haben sie dann in der gewünschten Höhe eingerichtet. Danach haben wir den Kloben jeweils in das Ladenband gesteckt und die Bohrlöcher angezeichnet. Es war nicht bekannt, ob das Mauerwerk aus Ziegel (Vollziegel? Hohlziegel?) oder aus gelegten Steinen bestand. Je Kloben waren 6 Löcher zu bohren, die gut ausgesaugt wurden (wichtig!) Siebhülsen und Gewindestange wurden auf die benötigte Länge geflext (Länge war so berechnet, dass die Gewindestanden rund 14 cm tief im Mauerwerk waren). Das Befestigen der Kloben erwies sich als nicht ganz so einfach. Da die Bohrlöcher etwas größer waren als die Gewindestangen, war die Möglichkeit gegeben, dass sie die Gewindestange um 2-3 Millimeter verschoben hat. Fatal, wenn die Stangen hinter durch die Bohrlöcher des Klobens passen sollen. Also dann so: Den Teil des Klobens abschrauben, der später das Tor hält, so dass man nur noch die Platte in der Hand hat. Gewindestangen durch die Platte schieben und außen Muttern anbringen. Dann den Injektionsmörtel rein, etwas warten und dann alle 6 Gewindestangen in die Bohrlöcher schieben, dabei dann die Klobenplatte an die Wand schieben und die Gewindestangen bis zum Anschlag der Mutter reinschieben. Wen sich eine Stange nicht gut schieben lässt, weil das Bohrloch etwas schief ist, mit dem Hammer nachhelfen. Durch die aufgedrehten Muttern beschädigt man die Gewindestange nicht, so dass sich später – man will es ja auch hübsch haben – Hutmuttern aufschrauben lassen. In 10 Minuten ist das ganze fest, in 24 Stunden voll belastbar. Von den Kloben gibts nur fertige Bilder, wer sich für die einzelnen Schritte interessiert, bitte beim Projekt „Südstaaten Veranda“ nachsehen, dort wurde nach dem gleichen Prinzip gearbeitet.

Einhängen der Torflügel

Beim ersten Einhänge der Torflügel haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir festgestellt haben, dass bei einigen Kloben noch Spiel war (d.h. dort lag das Ladenband nicht exakt auf). Erklärbar durch die Bohrlöcher, die 2-3 mm Spiel haben und durch die Klobenplatten, die bei unserem Mauerwerk leicht verschoben waren. Hätten wir als Untergrund Beton gehabt, es wäre leichter gewesen. Die Höhenunterschiede haben wir mit Beilagscheiben bzw. Passscheiben ausgeglichen, so dass die Flüge nun exakt hängen. Was allerdings passiert ist: Ein Torflügel war leicht verzogen, hier haben wir innen dann ein Lärchenholz quer montiert, so dass der Flügel gerade stand.

Verschrauben des Riegels und Anbringen des Bodenschiebers

Der Riegel war schnell verschraubt. Für den Bodenschieber wurde eine Hülse zum Einbetonieren mitgeliefert, die haben wir nicht gebraucht, das die Einfahrt betoniert ist, wir haben direkt ein Loch in den Boden gebohrt.

Torbelag anbringen

Für den unteren Torbelag wurden die Bretter gesägt und Löcher fürs leichtere Verschrauben gebohrt. 2-3 Schrauben mussten schräg eingebohrt werden, weil wir exakt am Bohrloch auf Schrauben des Rahmens getroffen sind. Der obere Torbelag wurde mit einem Muster verziert, er sollte später in einem leichten Bogen montiert werden. Für die Halbkreise habe ich eine Lochsäge verwendet. Dazu habe ich immer zwei Latten parallel mit Zwingen befestigt, in der Mitte gebohrt, Zwingen auf, beide Bretter umgedreht, dann das gleiche auf der anderen Seite. Für die Montage der Latten habe ich mir eine Hilfslatte gebaut, auf der ich nach Augenmaß gekürzte Latten montiert habe. Augenmaß reicht, muss ja nicht auf den Millimeter exakt sein. Zuletzt wurden dann außen die beiden Schilder montiert.

Das fertige Tor

Und hier das fertige Tor von außen und innen.

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Auf Pinterest teilen
Social Sharing powered by flodjiShare

Die Kommentare wurden geschlossen