Gewächshaus 2 ***NEU***

Ein alter Marillenbaum, der gefällt werden musste, weil er seit zwei Jahren tot war und bereits Schwämme auf ihm siedelten, schuf Platz für ein neues Gewächshaus. Da das alte Gewächshaus einer Veranda weichen musste, konnte ich endlich meinen Plan für ein neues Gewächshaus für Gemüse umsetzen.

Die Einkaufsliste

Holzstaffeln und -pfosten in verschiedenen Längen und Maßen, Einschlaghülsen, Hohlziegel, Putzgitter, Flexkleber, Handreibeputz, Türschließe, Aludachdeckung, Dachrinne und Aufhängungen und verschiedene Traufbleche wurden gekauft. Dazu kamen noch Nut- und Federbretter für die Verkleidung des Gewächshauses, ein Teil der Verkleidung wurde mit vorhandenem Holz gemacht, ebenso die Innenverkleidung. Dünne Latten sowie doppelseitiges Klebeband für den Außenbereich. Lackfarbe (Acryllack auf Wasserbasis), Anti-Schimmel-Anstrich und Grundierung waren noch vorhanden von einem vorherigen Projekt. Gebrauchte Fenster und eine alte Holztür. Für den Boden Betonbodenplatten, die ebenfalls gebraucht gekauft wurden (fielen bei der Erneuerung einer Poolumrandung in der Nähe ab). Aus einem früheren Umzug hatte ich große, schwere Glasplatten noch herumliegen, die ich bereits für das erste Gewächshaus verwendet hatte.

Die Vorbereitung des Bauplatzes

Der alte Marillenbaum wurde gefällt, der Wurzelstock wurde ausgegraben. Danach wurde der Bauplatz (es handelt sich um eine Hanglage) eben ausgegraben, begradigt und in der gewünschten Größe eben gestaltet. Kleine Steine wurden sorgfältig ausgeklaubt.

Die Konstruktion

Das Gewächshaus sollte ungefähr 4 x 3 Meter messen. Die exakten Maße wurden dann,  zumindest teilweise, von den vorhandenen Fenstern vorgegeben. Je 4 Pfosten vorne und hinten bildeten die Begrenzung. Die Pfosten wurden in Einschlaghülsen mit Hilfe von zwei Wasserwaagen senkrecht montiert. Beim Einschlagen der Hülsen muss man darauf achten, dass die Hülsen exakt zueinander ausgerichtet sind. Also zuerst der kleine Hammer und sanft hauen bevor man dann den 5-Kilo-Hammer nimmt und einschlägt. Ist eine Hülse falsch platziert, lässt sie sich mit einem Stück Gewindestange oder einem sehr großen Nagel mit etwas Mühe wieder heraushebeln. Vorne wurden zwei Pfosten so gesetzt, dass dazwischen genau die Tür gepasst hat und links und rechts je ein Fenster. Die Pfosten wurden unten zweifach mit Staffeln verbunden und oben mit „Hilfslatten“ (die später entfernt wurden), damit das Grundgerüst erstmal in der Waage war. Auch oben wurden später die Pfosten mit z Hinten wurden die Fenster teils über den Posten hinweg eingesetzt (dort störts eh keinen). Die Pfosten wurden dann auf passender Höhe mit Staffeln verbunden, unterhalb und oberhalb der Fenster. Gleichzeitig wurden unten Ziegel gesetzt und Erde und Steinen befüllt, um die Hangschräge zu halten, so dass kein Erdreich rutschen kann.

Die Wände

Die Wände wurden zum großen Teil aus alten Fenstern errichtet, dazwischen mit vorhandenem Lärchenholz aufgefüllt. Das gesamte Haus wurde dann außen und innen mit Nut- und Federbrettern verkleidet.

 

Das Dach und Dachrinne

Für das Dach wurden direkt auf die starken Pfosten von vorne nach hinten weitere Pfosten gelegt und verschraubt. Damit sie nicht rutschen und gut liegen, wurden hier Dreiecke ausgesägt. Die vorhandenen Glasplatten wurden längs über starke Lärchenstaffeln aufs Dach gelegt. Damit sie nicht rutschen, ich habe ich zuvor Korkstreifen auf das Holz getackert. Über die Spalte zwischen zwei Platten wurden Lärchenlatten verschraubt, die ich zuvor mit einem gummierten Band beklebt hatte. Nicht zu fest anziehen, ist ja Glas, aber doch so fest, dass es auch einen Sturm aushält. Da die Glasplatten in der Länge nicht für das ganze Dach gereicht haben, habe ich im oberen Teil mit silberfarbenem Trapezblech gearbeitet, das ebenfalls auf die Konstruktion geschraubt wurden. Das Trapezblech überlappt das Glas um etwa 10 cm. Auf den beiden Seiten des Daches wurde noch ein Winkelblech angebracht ebenso wie an der hinteren Längsseite. Dachrinnenseitig wurde ein Winkelblech mit Wasserfalz montiert. Die Dachrinne wurde zuletzt montiert (meine erste), dazu habe ich die Dachrinne passende auf Länge geflext und danach mit Nieten verbunden. Als Kraftakt erwies sich das Drehen der Dachrinnenhalter, damit sie verschraubt werden konnten, Gott sei Dank ist in der Werkstatt ein vernünftiger Schraubstock vorhanden, der was aushält. Mit Hilfe einer sehr langen Rohrzange als Hebel auch für Frauen machbar. Die Dachrinne wurde leicht abschüssig montiert, das Wasser wird in einer Tonne aufgefangen. Die Innenseite der Dachrinne habe ich an den noch mit Spezialbitumenband abgedichtet.

Innenausbau

Innen wurden die Ziegel mit einen Gitternetz fixiert und dann mit Reibeputz verputzt. Auf die offenen Ziegel wurden Bretter gelegt, die passgenau zu den Pfosten ausgeschnitten wurden, sie können später als Ablage dienen. Der Boden wurde mit vorhandenen Betonplattenausgelegt, in die Fugen wurde Sand gekehrt, die Platten habe ich gleich direkt auf die Erde gelegt, weil ich mir offen halten wollte, später einfach eine Platte zu entfernen und da etwas einzupflanzen. Ein Pflanztisch mit Schubladen wurde gebaut.

Verzierung und Lackierung

Als Verzierung habe ich dünne Holzlatten genommen, die ich weiß lackiert habe. Sie wurden für jedes Fenster in der passenden Länge zugeschnitten und mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt. Um exakt zu kleben, habe ich mit einer Schablone gearbeitet. Das gesamte Gewächshaus wurde außen mit Schutzlasur gegen Schimmel, danach mit Grundierung, zuletzt mit zwei Schichten Lack bemalt.

 

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